Erwerbsunfähigkeitsversicherung

In Zeiten der Wirtschaftskrise, wenn der Staat seine Leistungen verstärkt einschränkt, ist es äußerst sinnvoll, sich auch gegen den Fall der Fälle vernünftig abzusichern. Stellen Sie sich doch einfach einmal vor, Sie büßen durch Krankheit oder einen Unfall unverhofft Ihre essenzielle Arbeitskraft ein. Plötzlich sind Sie Vollinvalide und nicht mehr in der Lage für sich selbst zu sorgen. Die Rente ist noch in weiter Ferne und Ihr Lebensstandard droht rapide abzusinken. Genau für diesen Extremfall, und eben nur für diesen, gibt es die sogenannte Erwerbsunfähigkeitsversicherung. Diese ersetzt dann bei hundertprozentiger Arbeitsunfähigkeit monatlich bis zu 40% Ihres früheren Bruttoeinkommens und füllt somit die entstandene Haushaltslücke aus. Eine Erwerbsunfähigkeitsversicherung bietet zwar im Gegensatz zu einer Berufsunfähigkeitsversicherung, – die schon bei 50% Invalidität aktiv wird, weniger Schutz, ist dafür aber unabhängig vom ausgeübten Beruf und kostet nur etwa die Hälfte. Eine Berufsunfähigkeitsversicherung ist also eindeutig die bessere Wahl, aber leider wird nicht jeder von den Versicherern angenommen, – und so mancher kann es sich auch einfach nicht leisten.

Gerade für Auszubildende und Studenten, die eventuell noch keinen klaren Berufsweg vor Augen haben, ist eine Erwerbsunfähigkeitsversicherung eine gute Alternative, um sich möglichst günstig mit dem nötigsten Grundschutz zu versorgen. Bestimmte Berufsgruppen, wie Dachdecker, Krankenpfleger oder Polizisten werden von den Versicherungsgesellschaften als besonders risikoträchtig eingestuft und bekommen demzufolge häufig gar keinen Versicherungsschutz gegen Berufsunfähigkeit. Deshalb ist hier eine Erwerbsunfähigkeitsversicherung sogar noch einer Unfallversicherung vorzuziehen, die nämlich nur bei Unfallfolgen zahlt.

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